›ân rât tuot selten iemen wol‹ – gute Ratgeber und schlechter Rat in der Dietrich-Epik

Autor/innen

  • Katharina Philipowski

DOI:

https://doi.org/10.25619/BmE202620320

Abstract

Was Thomasin von Zirclaria in seinem ›Wälschen Gast‹ über Rat schreibt, schlägt sich der Auffassung eines Großteils der Forschung zu Beratungen in der mittelhochdeutschen Erzählliteratur zufolge auch in der Literatur nieder: Es zeichnet den guten Herrscher aus, Rat einzuholen und ihm zu folgen. Umgekehrt steht Herrscherhandeln, dem keine Beratung vorausgeht oder das sich ihm widersetzt, unter keinem guten Stern. Im Rahmen des Beitrages wird gezeigt, dass sich ein solcher Zusammenhang für die zahlreichen Beratungsszenen in der historischen und der aventiurenhaften Dietrichepik nicht nachweisen lässt. Hier geben getreue Gefolgsmänner oft gute Ratschläge, manchmal aber auch solche, die zu Dietrichs Schaden gereichen. Manchmal handelt Dietrich richtig, indem er sich über erteilten Rat hinwegsetzt, manchmal erweist sich das als schwerer Fehler. Aus den vielen Beratungsszenen ergibt sich kein klares Muster. Welche narrative Funktion kommt ihnen dann aber zu?

 

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Veröffentlicht

14.08.2026