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2020: Themenheft 5: Text und Textur. WeiterDichten und AndersErzählen im Mittelalter

In der Literatur des Mittelalters sind Hinweise auf besonders lange Tradition ein Ausweis exzeptioneller Qualität. Dies zeigt sich vor allem in Metapassagen mittelhochdeutscher Texte, in denen sich auch Differenziertes zum Status von Wiedererzähler und ‑erzählung findet. Während mittelalterliche Dichter ihre ›Autorschaft von Varianz‹ in reflexiven Passagen von Prologen, Exkursen, Kommentaren oder Epilogen ausstellen, werden Textvariationen, die auf Redaktoren, Kompilatoren, Schreiber, Buchdrucker oder ‑binder zurückzuführen sind, fast nur im Textvergleich sichtbar. Im vorliegenden Tagungsband wird einem noch immer bestehenden Desiderat mediävistischer Erzählforschung begegnend mittelalterliches ›WeiterDichten‹ und ›AndersErzählen‹ anhand ausgewählter Beispiele mit Blick auf den bisherigen Forschungsstand systematisch gefasst. 

Veröffentlicht: 2020-05-06

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