Rat-Schläge. Rachegelüste und Ansätze institutioneller Kontrolle am Königsgericht Nobles
DOI:
https://doi.org/10.25619/BmE202620322Abstract
Die tierepischen Erzählungen des Mittelalters bilden einen Diskurs über die Fundamente sozialer und politischer Ordnung. Ausgehend von einer vergleichenden Analyse der verschiedenen Fassungen der branche ›Le Jugement de Renart‹, die sich hinsichtlich ihrer Inszenierung von Beratungsszenen am Königsgericht Nobles unterscheiden, regt der Beitrag dazu an, diesem Diskurs bis in die verzweigte Überlieferung des ›Roman de Renart‹ zu folgen. Im Blick auf später entstandene branches wird schließlich deutlich, dass gerade die Arbeit an Beratungsszenen nicht nur zu einer Autorisierung des Politischen innerhalb des literarischen Diskurses beitragen kann, sondern vielleicht auch auf außerliterarische Anschlusskommunikation an den Höfen abzielte.
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