deist rehtiu jegerîe. Eine metapoetische Relektüre der Hirschbast-Szene im ›Tristan‹ Gottfrieds von Straßburg
DOI:
https://doi.org/10.25619/BmE20269327Abstract
Der Beitrag bietet eine Re-Lektüre der Hirschbast-Szene in Gottfrieds von Straßburg ›Tristan‹ (V. 2759–3378). Ausgangspunkt ist das für die kulturelle Praxis Jagd charakteristische Umschlagmoment: zwischen ritualisierter Kunstform als Medium adliger Selbstdarstellung und symbolischem Bedeutungsträger mit metaphorischem Sinnpotential. In zwei Analyseschritten werden die narrative Funktion und formsemantische Dimension der Szene herausgearbeitet, um den ästhetischen Überschuss und die selbstreferentielle Markiertheit in der Darstellung des Hirschbast freizulegen. Diese macht, so die These des Beitrags, eine metapoetische Kommentierungsfunktion sichtbar, die die (problematische) Konstruktionsleistung von Sprache reflektiert.
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