Binnenerzählungen in Prosaromanen des ›Buchs der Liebe‹

Autor/innen

  • Elisabeth Lienert

DOI:

https://doi.org/10.25619/BmE202621331

Abstract

Anhand ausgewählter Binnenerzählungen wird die Frage nach dem Ver-hältnis zwischen segmentierbaren Teilen und narrativem Gesamtzusammenhang in Romanen des ›Buchs der Liebe‹ (1587) untersucht. Binnenerzählungen übernehmen vielfältige Funktionen für die Faktur des Ganzen: für die Informationsvermittlung auf intra- und extradiegetischer Ebene, für Handlungsanstöße und die Verknüpfung von Handlungssträngen, für stimmige Figurengestaltung, thematisch-motivische Zusammenhänge und metapoetische Reflexion; sie sind somit ein wichtiger Kohärenzfaktor. Gleichwohl können Binnenerzählungen jedoch Frakturen in einem weiteren Sinn generieren: narrative Überschüsse, Polyfunktionalität und Über-determination, Diffusion durch Proliferation und Fabulierlust.

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Veröffentlicht

05.10.2026

Ausgabe

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Themenheft-Artikel