Kleines im Großen. Beobachtungen zum Verhältnis von Erzähleinschub und Textganzem in Georg Wickrams ›Gabriotto und Reinhart‹
DOI:
https://doi.org/10.25619/BmE202621332Abstract
Ausgehend von kursorischen Überlegungen zum Verhältnis von kurzer und langer Prosa im 16. Jahrhundert widmet sich dieser Aufsatz kurzen intradiegetischen Erzählungen in Georg Wickrams Prosaroman ›Gabriotto und Reinhart‹. Im Fokus stehen v. a. das von Gernier erzählte Coriolanus-Exempel, Rosamundas Nacherzählungen von Tristrants und Isaldes Tod und des Prosaromans ›Florio und Bianceffora‹ sowie Reinharts Zusammenfassung der Novelle von Ghismunda und Guiscardo aus Boccaccios ›Decameron‹. Dabei geht es insbesondere um die Frage, wie sich die Figuren zum jeweils zitierten Muster verhalten und darum, wie die Erzähleinschu?be im Romantext eingebettet sind. Die Figurenerzählungen fungieren dabei nicht nur als Exempel, sondern besitzen daru?ber hinaus noch eine entschieden ästhetische Funktion.
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