Fokalisierung im ›Meleranz‹ des Pleiers

Autor/innen

  • Anabel Recker Georg-August-Universität Göttingen

DOI:

https://doi.org/10.25619/BmE20214160

Abstract

Die Romane des Pleiers werden gern als Paradebeispiele für ein spät­arthurisches Erzählen angeführt, das vor allem bekannte Motive variierend wieder­erzählt. Demgegenüber möchte der Beitrag anhand des ›Meleranz‹ die Erzählweise mit einem narratologischen Zugriff analysieren. Im Zentrum der Untersuchung stehen Perspektivierungstechniken, die sich mit dem Begriff der Fokalisierung fas­sen lassen. Daran anknüpfend stellt sich die Frage nach möglichen und sinnvollen Funktions­zuschreibungen an das Konzept der Figur im Rahmen einer historischen Narratologie. Der ›Meleranz‹ harmonisiert die Erzählschemata von Artusroman und Feen­märchen, indem gezielt über die Figuren perspektiviert wird. Der dem Roman mehrfach bescheinigte ›Realismus‹ wird somit nicht nur mithilfe nivellierender An­gleichungen der hybriden Erzählstoffe verwirklicht; darüber hinaus etabliert der ›Meleranz‹ auch eine durch Fokalisierung unterstützte ›realistische‹ Erzählweise.

Veröffentlicht

2021-12-14

Zitationsvorschlag

Recker, A. „Fokalisierung Im ›Meleranz‹ Des Pleiers“. Beiträge Zur mediävistischen Erzählforschung, Bd. 4, Nr. 1, Dezember 2021, S. 183-26, doi:10.25619/BmE20214160.

Ausgabe

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Artikel